18 neue Stellen für das Polizeipräsidium Bonn und Rekordeinstellungszahl

Innenministerium legt Personalverteilung für 50 Polizeibehörden des Landes fest


Das nordrhein-westfälische Innenministerium hat in dieser Woche die Personalverteilung für die 50 Polizeibehörden des Landes Nordrhein-Westfalen festgelegt. Das Polizeipräsidium Bonn (PP Bonn) bekommt in diesem Jahr zum wiederholten Male einen deutlichen Stellenzuwachs von insgesamt 17,96 neuen Stellen. Dabei wird zwischen Stellen für Beamte (Verwaltungs- und Polizeivollzugsbeamte) und für Angestellte unterschieden.

 

Bei den Beamtenstellen macht das PP Bonn ein Minus von etwas mehr als 7 Stellen, exakt 7,37 Stellen. Hier wirken noch die geringen Einstellungszahlen der vergangenen Jahre nach. Hinzu kommen die hohen aktuellen Pensionswellen. Die von der NRW-Koalition bereits im Jahr 2017 vorgenommene Erhöhung der Einstellungszahl von 2.300 jährlichen Einstellungen bei den Polizeianwärtern wirkt sich erst ab dem Jahr 2020 aus. Die nochmalige Erhöhung der Einstellungszahlen auf die Rekordzahl von 2.500 in diesem Jahr wird sich erst ab dem Jahr 2022 auswirken. 

 

Anders sieht es bei den Angestellten aus. Dank der Entscheidung der neuen NRW-Koalition ab 2018 jedes Jahr 500 neue Stellen für Angestellte, sog. Polizeiverwaltungsassistenten, zu schaffen, steigt die Anzahl dieser Stellen für das PP Bonn erneut, dieses Jahr um etwas mehr als 25 Stellen, exakt um 25,33 Stellen.  

 

Bei einer kumulierten Betrachtung, Beamten- und Angestelltenstellen gemeinsam, ergibt sich somit ein erneuter Stellenzuwachs im PP Bonn von knapp 18 Stellen, exakt 17,96 Stellen. Zu der Stellenentwicklung im PP Bonn erklärt der Bonner Landtagsabgeordnete und innenpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Christos Katzidis:

 

„Der Regierungswechsel wirkt. Es ist erfreulich, dass das Polizeipräsidium Bonn am 1. September erneut insgesamt mehr Personalstellen bekommt und das im zweistelligen Bereich. Leider wirken bei den Stellen für Beamte noch die geringen Einstellungszahlen der Vorgängerregierung nach. Deshalb war es uns wichtig, diese dreijährige Durststrecke durch die hohen Einstellungszahlen von neuen Angestellten, die unsere Polizisten von administrativen Aufgaben entlasten und teilweise Aufgaben übernehmen sollen, zu kompensieren. Mit dem erneuten Stellenzuwachs wird es eine weitere Entlastung für die Beschäftigten im PP Bonn geben. Ich freue mich sehr darüber, dass das PP Bonn zum wiederholten Male einen Stellenzuwachs verzeichnen kann. In den nächsten Jahren dürfte sich auch wieder bei den Beamtenstellen ein Plus einstellen, wenn die Rekordeinstellungszahlen nach erfolgreichem 3-jährigem Studium wirken und wir einen echten Netto-Zuwachs bei unseren Polizeivollzugsbeamtinnen und –beamten verzeichnen können,“ so Katzidis.

 

 

Hintergrund

Das nordrhein-westfälische Innenministerium legt jährlich im Sommer, in der Regel im Juli, die Stellenverteilung, sog. Behördenkräfteverteilung (BKV), für die Kreispolizeibehörden zum jährlichen Versetzungstermin 1. September fest. In diesem Jahr erfolgte die Stellenverteilung mit Erlass des Innenministeriums am 22. Juli. Für das Polizeipräsidium Bonn stellt sich nach dem Erlass die Situation wie folgt dar:

 

 

Entwicklung der Zielstollstärken im Beamtenbereich gem. Nr. 3.1, S. 13

BKV 2017

BKV 2018

BKV 2019

Differenz 18/19

Summe 17-19

1.211,98

1.209,41

1.202,03

- 7,37

- 9,94

Entwicklung im Tarifbereich (Angestellte) gem. Nr. 3.2, S. 15

153,29

169,04

194,36

+ 25,33

+ 41,08

Kumulierte Betrachtung Beamten- & Angestelltenstellen gem. Nr. 3.3, S. 16

1.365,27

1.378,44

1.396,40

+ 17,96

+ 31,13

 

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