Bericht über den Besuch von Dr. Christos Katzidis MdL beim Studierendenparlament der Universität Bonn am 2. Mai 2018

Von Simon Sandt, Praktikant

Am Abend des 2. Mai nahm Dr. Christos Katzidis an der Sitzung des Studierendenparlaments der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn teil. Er stellte sich den Fragen der Hochschulgruppen und dankte dem SP-Präsidenten Daniel Dejcman für die Einladung.
Ring Christlich Demokratischer Studenten (RCDS), Grüne Hochschulgruppe (GHG), Juso-Hochschulgruppe (Juso-HG) und Liberale Hochschulgruppe (LHG) konnten nach einer kurzen Vorstellung ihre Fragen zu den Themenbereichen Hochschulpolitik, Verkehrspolitik und Bauen stellen. Der erste Bereich zur Novelle des Hochschulgesetzes nahm dabei den Großteil ein. 

Der SP-Vorsitzende Dejcman betonte bereits zu Beginn der Sitzung, Katzidis sei der Einzige von mehreren Mandatsträgern, der überhaupt auf die Zusendung des Positionspapiers des Studierendenparlamentes reagiert und daraufhin auch noch ein Gesprächsangebot unterbreitet habe.

Obwohl die Hochschulpolitik nicht zu Katzidis‘ Fachbereich im Landtag gehört, arbeitete er sich gut vorbereitet durch die einzelnen Fragen. Die Änderungen am Hochschulgesetz dienten der Verbesserung der Forschung, allgemeine Hochschulgebühren seien ebenso wenig geplant wie ein Gesetz zur Anwesenheitskontrolle bei Lehrveranstaltungen, es sei lediglich das Verbot aufgehoben worden und die Hochschulen können selber entscheiden, inwieweit eine Anwesenheitspflicht in ihrem Zuständigkeitsbereich sinnvoll ist.

Neben Vertreterinnen und Vertretern vom RCDS applaudierte ihm hin und wieder auch die LHG zu, so vor allem beim Punkt „Förderung von Universitäten durch Drittmittel“. Katzidis sah hier eine sinnvolle Verquickung von Wissenschaft und Wirtschaft. Die nächste Fragestellung vom RCDS nach einem „Extremismusproblem an Hochschulen“ sorgte nun für einen höheren Geräuschpegel im Mensasaal des Studentenwerks.
Nachdem ein Liberaler sich vehement über Beleidigungen durch Linke aufregte, hieß Katzidis ihn „in der Realität“ willkommen und nannte ein Beispiel aus der vergangenen Woche. Am Sitzungstag der Einbringung der Änderungen am Polizeigesetz waren am Düsseldorfer Landtag Demonstranten aufgezogen, welche die Landesregierung deshalb als „Faschisten“ bezeichneten. Mit unfairen politischen Gegnern, die nicht zu Differenzierung und Verhältnismäßigkeit fähig seien, habe man leider immer zu tun.

Zum Thema Wohnungsnot in Großstädten, für Studenten sehr wichtig, forderte Katzidis Ehrlichkeit in puncto Machbarkeit ein. Es gebe in Bonn viel zu wenig Baufläche, um die wachsende Nachfrage zu bedienen. Eine Richtungsentscheidung für Bonn sei die Frage nach Hochhäusern, was aber viele Bürger nicht wollten. Die Landesregierung investiere jedoch vier Milliarden Euro bis 2022 in den Mietwohnungsbau und tue somit in diesem Bereich sehr viel.

Weitere Fragen betrafen die zunehmende Akademisierung der Gesellschaft und die stärkere gefühlte Unsicherheit bei Nacht. Dies sei neuerdings insbesondere im Hofgarten der Fall, wie aus der Juso-HSG beklagt wurde. Ein effektives Mittel zur Wiederherstellung des Sicherheitsgefühls sei hier die Videoüberwachung, entgegnete Katzidis.

Zum Abschluss bedankte sich Katzidis herzlich für die Einladung und für die dadurch eröffnete Möglichkeit, mit jungen und politisch interessierten wie engagierten Menschen ins Gespräch zu kommen und zu diskutieren.

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